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Mundart im Saarland |
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Monatstext März 2009 Schollekloppe von Johannes Kühn Schollekloppe |
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Das Gedicht "Schollekloppe" des aus Hasborn stammenden, aber weit darüber hinaus bekannten Autors Johannes Kühn wird durch die Bosener Gruppe im Monat März mit dem Attribut "Mundarttext des Monats" ausgezeichnet. Die Gruppe entschied sich für diesen Text, weil er sowohl sprachlich, als auch inhaltlich ein gelungenes Beispiel zeitloser Lyrik ist. Dazu schreibt die in Wadern lebende Schriftstellerin Karin Klee:
Die Tage, da ein Bauer im Märzen die
Rösslein einspannt, sind lange vorüber. Und auch das, was Johannes Kühn in
seinem Gedicht "Scholleklopper" beschreibt, findet so heute nur noch in
dem einen oder anderen Nutzgarten statt: Der Ackerboden, dessen Erde
umgepflügt oder umgegraben in klobigen Klumpen daliegt, muss von Hand mit
einer Art Hacke ("Groobe") bearbeitet werden, damit die Saat darin
aufgehen kann. Johannes Kühn wirft einen Blick auf den enormen
körperlichen Einsatz, der hierfür erbracht werden muss. Was heute von
einer Egge an dem mit jeder Menge Treibstoff gespeisten Traktor erledigt
wird, ist einmal Schwerstarbeit gewesen. Die Frage nach der Energiebilanz
wage ich nicht zu stellen, doch hat die Arbeit ohne Maschine in Kühns Text
weder etwas Fragwürdiges noch etwas Dramatisches an sich. Da ist die grobe
Scholle und in ihr die Notwendigkeit, sie klein zu klopfen. Daneben die
Einsicht, dass nur dann etwas gedeiht, wenn der Boden für die Einsaat
anständig bereitet worden ist. Und so prägt diese exakte, aber
gleichermaßen lakonische Sicht auf etwas sehr Anstrengendes, das man tut,
weil es eben getan werden muss, diesen Text. Wird das Gedicht laut
vorgetragen, sind Mühe, Härte und Eintönigkeit dieser körperlichen Arbeit
spürbar. Bemerkenswert ebenfalls: trotz aller Placker- und Plagerei, die
in den Händen Schwielen und Blasen wachsen lässt, kein Wort der Klage!
Allein Hunger und Durst, gewaltig und fast unersättlich, werden
registriert und gestillt. Übrig bleibt die Gewissheit, dass hier einmal
Hafer wachsen wird, der am Ende Eier und Schinkenbrote beschert; zusammen
mit Himbeersaft und Tee die ideale Vesper für die nächste Feldschicht. |
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