Siegeszug der Saugroboter

Saugroboter ersetzen auch im Saarland zunehmend den herkömmlichen Staubsauger. Da der Mehrwert gegenüber dem alten Modell offensichtlich ist, wird sich an diesem Trend vermutlich nichts ändern und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Saugroboter in den 2030er-Jahren so selbstverständlich zum Haushalt gehören werden wie in den 1930er-Jahren die damals modernen Staubsauger. Vor allem die Multifunktionalität von Saugrobotern ist erstaunlich. Wir benennen die wichtigsten Kriterien eines Saugroboters und zeigen einige möglichen Raffinessen, die Sie bei Bedarf für den Kauf gleich mit erwerben können.

Es gibt zwei Klassen von Saugrobotern

Von den Saugrobotern gibt es sozusagen zwei verschiedene Klassen. Saugroboter der zweiten Klasse hantieren nach dem Zufallsprinzip, das heißt, sie sind zumeist nur mit Berührungssensoren ausgestattet. Nach jeder Berührung wird die Richtung gewechselt, bis die Zimmer vollständig gereinigt sind. Eine solche Methode ist nicht sonderlich effektiv, reicht aber aus, dass jede Stelle in einem vertretbaren Zeitraum mindestens einmal drankommt. Nutzer, die sich aus Kostengründen für dieses eher einfache Modell entscheiden, sollten darauf achten, dass das Material einigermaßen stabil ist, um durch die dauernden Kollisionen nicht nach und nach beschädigt zu werden. Einfache Gummileisten und eine mäßige Geschwindigkeit sollten dafür ausreichen. Trotzdem erlebte mancher Sparfuchs mit einem Billigmodell bereits sein blaues Wunder. Wem die dauernden Zusammenstöße stören, der kann sich aber auch für einen fortschrittlicheren Saugroboter mit Abstandssensoren statt Kontaktsensoren entscheiden. Nutzen Sie Produktvergleichstests, denn Saugroboter im Test weisen Ihnen den Weg zum besten Modell.

Saugroboter der ersten Klasse hingegen kartografieren systematisch die Umgebung und entscheiden sich dann für den schnellsten Weg. Sie nutzen dafür Kameras, Infrarotstrahlen oder Laserstrahlen. Der neueste Schrei ist in der Branche eine sogenannte Lidar-Sensorik. Bei dieser allerdings kostspieligen Luxusvariante entspricht der Aufbau einem Radar, nur ersetzen Laserstrahlen die Radiowellen. Auch bei Saugrobotern der ersten Klasse sind böse Überraschungen möglich. Diese entstehen meist durch technische Fehler zum Beispiel durch eine Anfälligkeit des sensiblen Laserturms. Auch bei diesem Modell ist die technische Verarbeitung deshalb besonders wichtig.

Ladezeit und Betriebsbereitschaft

Saugroboter werden mit Strom betrieben und besitzen, da ein Stecker bei der Größe einer Wohnung wenig Sinn machen würde, einen Akku. Ist der Akku leer, wird der Saugroboter die Ladestation anfahren, um sich wieder aufzuladen. Deshalb sind die Lebensdauer des Akkus und die Ladezeit an der Ladestation wichtige Kriterien zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Saugroboter. Zur Orientierung: Die durchschnittliche Ladezeit von handelsfähigen Saugrobotern liegt ungefähr zwischen 45 Minuten und drei Stunden. Die durchschnittliche Betriebsbereitschaft nach dem Ladevorgang liegt wiederum bei einer halben Stunde.

Was soll er noch können?

Saugroboter können diverse Zusatzfunktionen besitzen, die sie noch leistungsfähiger machen und für spezielle Bedürfnisse empfehlen. Saugwischroboter können zum Beispiel nicht nur saugen, sondern wischen nach getaner Arbeit auch den Boden. Dafür ist neben dem Staubbehälter auch ein Wassertank in ihnen integriert. Andere Saugroboter erfassen mit ihren Sensoren den Verschmutzungsgrad per Areal und saugen je nach Bedarf mal weniger und mal besonders intensiv. Mit dieser Methode lassen sich trefflich Strom sparen und Stellen mit hartnäckigem Schmutz wie Rotweinflecken besser bearbeiten. Wer auf eine besondere Hygiene im Haus Wert legt oder Allergiker ist, entscheidet sich am besten für einen Saugroboter mit UV-Lampe. Dieser kann zusätzlich Bakterien und Keime abtöten. Ein beliebter Filter für diesen Zweck ist der HEPA-Filter. Übrigens gibt es bereits Modelle, die sich besonders leicht bedienen lassen. Sie verfügen entweder über eine IoT-Anbindung oder über eine Bedienung via Smartphone.

Barrierefreiheit gilt auch für Saugroboter

Wichtig ist natürlich auch, dass der Saugroboter überall drankommt. Erste Fragen sind also hier, ob das Modell auch zwischen die Stuhlbeine und unter das Bett passt. Wer unterschiedliche Bodenbeläge im Haus hat, sollte außerdem darauf achten, dass der Saugroboter auch mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie Teppichen und Hartböden zurechtkommt. In dieser Disziplin gibt es bereits diverse Verbrauchertests, die den Saugroboter auf unterschiedlichen Böden nach Herz und Nieren geprüft haben. Wer Treppen im Haus hat und eine eher verwinkelte Wohnung, der ist schließlich mit einem Arbeitsgerät glücklich, dessen Sensoren Höhen erkennen, die auch als Stufenerkennung ausgewiesen werden kann, und Multiroom-fähig ist. In diesem Fall sollte der Saugroboter selbstständig von Raum zu Raum finden.